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Themenblog
19.06.2009
20:18

Arthur Berini, Ko-Präsident der KPdS über die Initiative; '68 Milliarden für die soziale Sicherheit'

Schon vor dem Fast-Grounding der Finanzwirtschaft, wurden die Sozialwerke durch ein rein wirtschaftsorientiertes- anstatt gesamtgesellschaftliches Denken methodisch demontiert.
( Herzlichen Dank an „Economie- Suisse z.B.“).-

Seit Beginn der Finanzkrise leiden die Sozialwerke und auch viele Private und halbprivate Pensionskassen zusätzlich noch an massiven Verlusten.
Dies führte dazu, dass, zuzüglich der krisenbedingten Mehrbelastung der staatlichen Sozialwerke die Ihre Spitze noch nicht erreicht hat, die Schweiz mit Ihrem sozialen Auffangbecken nicht so toll dasteht, wie Herr Bundesrat Merz verschiedentlichst in den Medien beteuert hat.
Diese Sorglosigkeit ist ein Ausdruck der nicht wahrgenommenen Verschiebung der politischen Auseinandersetzungen zwischen links und rechts, auf ein durch die Öffnung der sozialen Schere bedingtes oben gegen unten.
Zu weilen erinnert Herr Merz optisch an den ausgezeichneten Schauspieler Louis de Funes, im Film „ Die dummen Streiche der Reichen“. Leider sind die schauspielerischen Leistungen von Herr Merz nicht so ausgeprägt, wenn er wieder mal Preis gibt, für wie dumm er das Volk hält und seine zur Schau getragene Ergebenheit gegenüber den Banken das Zeug zur Realsatyre hat, anstatt Parlament und Wahlvolk in sein Denken einzubinden.-

In einem auf Notrecht begründeten Parlamentsdiktatorischen Entscheid wurden 68 Milliarden zur Stabilisierung der Grossbank UBS und dem Finanzplatz  Schweiz gesprochen, obwohl die Banken und der Finanzplatz bis jetzt nichts von Staatsinterventionen und Solidarität gegenüber der Bevölkerung wissen wollten.-

Am Anfang der Finanzkrise ging plötzlich sogar bei den Bänkern ein; „wir müssen Umdenken ob der schlimmen Situation….“ um, was aber nach der Finanzspritze des Bundes schon wieder Vergangenheit war. Zum Schluss wurden sogar Fachleute eingestellt, die sich als die Kompetentesten auswiesen. In genau den Mechanismen die das ganze zum Zusammenstürzen brachten.-

Trotzdem sind auch wir der Meinung, dass die Hilfe für die Finanzwirtschaft einer gewissen
Notwendigkeit entsprang. Um ein Grounding der Grossbank zu verhindern, wäre jedoch die Redimensionierung der UBS die weitsichtigere Lösung gewesen. Das Fundament des Finanzplatzes Schweiz  als solches basiert nicht auf Gigantismus und aktiver Werbung für Steuerhinterziehung. Er ist vor allem auf Menschen in der Schweiz angewiesen, die brav nach höchsten Anforderungen arbeiten. Sie fügen sich den  Notwendig,keiten, die eine kontinuierliche, sozial freundliche und währungsstabile Einheit bilden.           Die Grundlage eines gesunden Wirtschaftsstandort bildet ein Infrastrukturell günstiger, mit Dienstleistungen bestens ausgerüsteter Ueberbau.-                                                                                                            Die Kriterien, die den  eigentlichen Finanzplatz ausmachen und die Ignoranz der Mächtigen in Finanzwirtschaft und Politik, haben uns bewogen, die Initiative aus Gründen der Nachhaltigkeit und der ausgleichenden Gerechtigkeit zu lancieren.-
Die Folgeschäden in der Realwirtschaft sollen neben der schon erfolgten Hilfe von 68 Mia. aus dem Volksvermögen an die Finanzwirtschaft, ebenfalls über primär und Sekundärsteuern von den Menschen in der Schweiz finanziert werden.

Früher hat man in der Realwirtschaft in guten Zeiten Rückstellungen gemacht, die in schlechten Zeiten eine Brücke schaffen sollten, bis die Wirtschaft sich erholt hat. Heute werden die Geschäfte in guten Zeiten gemolken und in schlechten Zeiten die Firma geschlossen. Die Gewinne werden abgezogen und die Angestellten den staatlichen Sozialversicherungen zugeführt.
Die Sozialwerke, auf Solidarität begründet, sind unter anderem ein Standbein des Kontinuums Finanzplatz Schweiz.-
 
Weiter sollten gerade die letzten Zehn Jahre Wirtschaftsgeschichte uns gelehrt haben, dass Nachhaltigkeit, ein Kind des gesamtheitlichen Denkens, vor allem darin besteht, die Gesellschaftsstruktur nach einem in sich selbst funktionierenden sozialen Organismus zu definieren und nicht alle einzelnen Organe der Wirtschaft unter zu ordnen. Wirtschaft und Handel, existierten in der Menschheitsgeschichte schon lange bevor eine Globale Finanzwirtschaft alle Teile der Gesellschaft Instrumentalisiert hatte. –

Die Rettungsaktion Finanzplatz erinnert stark an das Grounding der Swissair. Nachdem die Fluggesellschaft wegen grobfahrlässigem Geldmanagement aufgegeben wurde, haben die selben, am Gigantismus orientierten Manager, die das Unheil heraufbeschworen haben, ohne Rücksicht auf offensichtliche Konjunkturverschlechterungen, mit der gleichen Arroganz eine neue, ebenso grosse Fluggesellschaft aus dem Boden gestampft.-                                   Schon fast prophetisch erscheint die Tatsache, dass Herr Villiger zu dieser Zeit das Amt des Finanzministers ausübte.                                                                                                                              Die Redimensionierung und schlussendlich der Verkauf der Swiss an Lufthansa sollte nur überspielen, dass es die Dinosaurier noch nicht gemerkt hatten. Sie sind wieder vom Aussterben bedroht, denn sie benötigen zuviel Nahrung, sind unflexibel und fressen den restlichen Arten die Nahrung weg.-

Wir verstehen unsere Initiative nicht nur als Baustein einer Nachhaltigkeit, sondern auch als Signal an die Menschen in unserem Land. Es ist dem Menschen zuträglicher,  mit der Sicherheit eines funktionierenden sozialen Auffangnetzes im Hintergrund, Ihr Selbstloses berufs- und familienorientiertes Wirken weiter mit  Identifikation und Engagement zu leben.-                                                                                                  Sogar der Kapitalismus braucht eine breite und gesunde Mittelschicht, um eine Kontinuität zu Gewährleisten, welche die Existenz einer Eintagfliege (denn so alt sind die modernen  Wirtschaftformen im Vergleich zur Zivilisationsgeschichte) überdauert. Die Unbelehrbaren der Finanzwirtschaft, deren Konditionierung im Denken genauso bodenlos ist wie die virtuellen Geldflüsse, die sie kreieren, lenken und sich selber beschenken. Sie rühmen sich, eine Verantwortung auszuüben, die sie aber nur vorschieben, um Ihre eigenen persönlichen Geltungsbedürfnisse zu befriedigen. Mit der gütigen Mithilfe von Herr Ex- Finanzminister und neu-UBS- Verwaltungsratspräsident K. Villiger‼                                                                                                  (Waren die Götter der Antike Wirklich Göttlich?).
Selbst bei einem Wiedererstarken der Weltkonjunktur wird vor allem für Amerika und Europa, in Anbetracht des hohen Lebens- und Besitzstandarts, die Problematik der weiteren Markterschliessung und Renditenoptimierung nicht abrechen. Es werden weitere Fragen nach neuen und tauglicheren Denkstrukturen  und Gesellschaftsmodellen gestellt.

Wir  distanzieren uns von der Tendenz, alle monetäre Tätigkeit bis zur Bewegungslosigkeit zu reglementieren und zu kontrollieren. Die Systeme sind von Menschen erdacht, sie sind immer so gerecht wie wir selbst sie bedienen. Nur die Einsicht, dass jeder einzelne ein relevanter Teil des Gesamten ist und damit auch seinen Teil der Verantwortung gegenüber sich selbst und dem Ganzen wahrnimmt, bringt eine Linderung. Ansonsten wird die Vergangenheit ein Mal mehr zur Zukunft.-

Mit unserer Initiative wollen wir  einem Denken Anstoss geben, welches das Leben selbst und die Gemeinschaft wieder zum Dreh- und Angelpunkt des Daseins machen, indem wir bewusst, gegen das bis jetzt vorherrschende, gut schweizerische Understatement Geldpolitik des; „ wir können nur so viel Geld ausgeben wie wir haben…“, mit Hingabe verstossen.                                                                                                                         Das Bundesvermögen der Menschen in der Schweiz, und eine Nationalbank die gut kapitalisiert und nicht verschuldet ist, geben uns die Möglichkeit, zu sagen: die Schweiz kann es sich leisten, seinen Menschen soziale Sicherheit zu gewährleisten. Wir müssen nicht die Reichsten sein, wir müssen leben können - das ist Reichtum.-

Diejenigen, die des Geldes mächtig sind, gehen davon aus, dass das Geld die Welt regiert. Das stimmt‼ Für Sie. Stellt euch vor, sie möchten Ihr Geld investieren, und keiner will es haben. Stellt euch vor es ist Krieg, und keiner geht hin. Der Täter braucht ein Opfer, sonst kann er nicht Täter sein. Jeder Braucht den andern.
Wir sind sicher, dass wir die benötigten 120000 Stimmen in der nötigen Zeit zusammenbringen werden.

Zürich, den 05.06.2009


'The grass is turning black
There's no water in your well'!

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