Ich will
Es gibt keine These, an der ich fest halten will. Ich will keine Basis, auf der ich aufbauen kann. Ich will Eigenständigkeit, soziale Gerechtigkeit, Zukunftsaussichten, Menschlichkeit, Frieden und all die Attribute die Neues, Reales umschreiben, will mich nicht in der Virtualität verlieren, ich will leben!
So einfach und dennoch so unendlich kompliziert.
Ich will ehrlich und freudig lachen. Ich will ohne Kriege, ohne fundamentalistisches Gedankengut bewegt werden. Ich will keinen Beurteilungsschemen ausgeliefert sein, will nicht bewertet und taxiert werden. Ich will die Grenzen meiner Mitmenschen respektieren lernen. Ich will frisch sein. Ich will die Schönheit erfahren und leben. Ich will, ich will, ich will...
Setze ich mich so schon auf eine andere Ebene, vergewaltige ich allein nur durch mein Wollen andere Individuen, nehme ich Einfluss oder manipuliere ich gar.
Widersprüchliche philosophische Ansätze führen von Anfang an zum Scheiterhaufen. Jeder muss seine These vertreten. Schon beginnt der Stress. Man schart Jünger um sich, der Bestätigung seiner Ideen wegen.
Es werden ideologisch geprägte Kampftruppen gebildet, um die Ideen zu stützen, es herrscht Stress.
Ich bin lebendig, fröhlich, gutgelaunt, gesund, frisch, beweglich, studierend, suchend, glücklich:
Ich bin Mitglied der Künstlerpartei.
Marco Pellanda
Kreative Individuen der Welt vereinigt euch!
Die grosse Revolution muss bei jedem Einzelnen stattfinden.
Wenn wir darauf warten, dass sich in Politik, Wirtschaft und Geldschaft von selbst etwas zum Guten wandelt, sind wir lange tot, und unsere Kinder und Kindeskinder müssen ums nackte Überleben kämpfen.
Wir sind die Lösung unserer Zukunft; selbstbewusste, respektvolle, kreative Menschen. Wir sind stark und entscheidungsfähig. Der Staat könnte Kosten sparen, wenn er endlich mit uns in ins Geschäft kommen würde. Wir haben keine toxischen Papiere zu deponieren, keine Geheimnisse, wir haben präzise formulierte Projekte. Mit 68 Milliarden Franken könnte man schon einen gerechten und freundlichen Lebensraum für Alle einrichten.
Eva Jelmini
Rede im Bundestag, Pamphlet
Seit die Finanzkrise in der offiziellen Schweiz angekommen ist, wedelt der Finanzminister mit Milliardenbeträgen, erst für die UBS, dann für die Konjunktur, jetzt auch noch für den IMF, den Money Fund, der sich als Währungsfonds verkauft. Dabei wird der Souverän, der dieses Land grundsätzlich regiert, nicht konsultiert; seine Vertreter im Parlament, vom schlechten Gewissen geplagt oder von den Sanktionen, die da drohen, peitschen die Gelder zügellos durch, es wird auch mal das Notrecht angewandt. An den demokratischen Grundsätzen, die die Schweiz geradezu definieren, wird gerüttelt und gezogen was das Zeug hält. Die Presse, die eigentliche 4. Gewalt im Land, verkauft die Beschlüsse mehrheitlich als notwendiges Übel, nach dem altbackenen Motto „Was gut ist für die Wirtschaft, ist gut für die Schweiz.“ Genau diesen Unfug sind wir nicht mehr länger bereit, zu glauben.
Es fehlt an Phantasie. Darum die Künstlerpartei. Nicht, dass die Kunst ohne Fehl und Tadel ist, es wird auch hier überbürokratisiert, übersubventioniert, verschwendet. (Ich habe noch nie einen Franken Subventionsgelder bezogen, hab auch noch nie einen beantragt) Aber die Kunst, das Schöpferische anzapfend, ist jetzt gefordert: Wir machen bei der Geldverteilungsorgie nicht mehr mit, weil sie antidemokratisch, unsozial und phantasielos ist. Wir fühlen uns von dieser Regierung nicht mehr vertreten. Wir wollen endlich den Blick für eine vernünftige, dem Menschen dienenden Politik schärfen. Auch, um die Ohrfeigen unserer Enkel besser parieren zu können.
Marcel Schneider
Ehrlichkeit, Anstand und Respekt
"Nur die allergrössten Kälber wählen ihre Metzger selber" etwa so kommt es mir vor wenn ich mich heute in unserer Schweiz umsehe. Unsere Schweiz? Gehört sie uns tatsächlich noch? Ich glaube es nicht und will auch nicht zur Herde der grossen Kälber gehören. Deshalb bin ich überzeugt, dass die Künstlerpartei Schweiz den Weg zeigen kann, wie ich und wir wieder zu uns und unseren Werten finden. Werte wie Ehrlichkeit, Anstand und Respekt in unserem Tun. Lebensqualität, die gelebt werden soll im Beruf, Familie und Freizeit. Nicht hedonistische Prahlerei sondern echte Freude in allen Lebenslagen. Nicht virtuelle Welten, sondern reale möchte ich erleben.
Mit neuen kreativen und machbaren Gedanken will ich meinen Beitrag zu einer Schweiz leisten, die auch ein Stück weit mir gehört.
Markus Lumpert










